Esterházy-kastély
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„Haushalt“ des Hauptgebäudes

Das Schloss Esterházy in Fertőd ist die größte Barock-Rokoko-Baudenkmalsgruppe Ungarns, die einen besonderen architektonischen und kunstgeschichtlichen Wert verkörpert. Seine Blütezeit erlebte es in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, zur Zeit des Bauherrn, von Nikolaus I. Esterházy, auch der „Prachtliebende” genannt. Zwischen den Schlosswänden erklangen erstmals die unsterblichen Werke von Joseph Haydn, dem Vater des Wiener Klassizismus und auf der Bühne seines Opernhauses tanzte der Begründer des klassischen Balletts, Jean–Georges Noverre. Bei den „Festins“ (Festen) sind alle bedeutenden Vertreter der Zeit erschienen, unter anderem Maria Theresia und ihre Familie, Großfürst Paul Petrovich Romanov, von 1796 – 1801 der russische Zar, in Vertretung des französischen Königs Ludwig XV., der Erzbischof von Strasbourg und der Wiener Botschafter Fürst Rohan Guémené, aber auch der „Held von zwei Teilen Amerikas” General Francisco de Miranda. Der fast 200 Hektar große Schlosspark bewahrt auch heute die typischen Elemente der Barockepoche, in der er angelegt worden ist. Aufgrund der Wiederherstellungsarbeiten, die im Rahmen der erfolgreichen EU-Ausschreibungsbewerbung von der Nationalen Baudenkmäler-Verwaltung laufen, beginnt Eszterháza erneut aus seinem „Dornröschen-Schlaf” zu erwachen.

In den mittleren Trakten des Hauptgebäudes dieser zweigeschossigen Schlossgruppe befinden sich die repräsentativen Säle und Appartements. Das Erdgeschoss ist die Ebene mit den Raumecken und Prunksälen, die vom Fürsten genutzt wurden, während sich im Obergeschoss die hoheitlichen Appartements und Prunksäle befinden, die in ihrem Zentrum den Pomp des Herrschers zeigen – sie sind auch über die zweiarmige Treppe des Festhofes erreichbar. Ein schönes Beispiel für das Zusammenleben mit der natürlichen Umgebung besteht darin, dass man in den Appartements des Fürsten, die sich im Erdgeschoss befinden, aus jedem Raum in den großen südlichen Park oder in die Kammergärten treten kann und die im Obergeschoss befindlichen Balkons zum Heraustreten schauen ebenfalls auf die Gärten. Ein anderes Merkmal der Raumorganisation besteht darin, dass die Ostseite die der Damen (Erdgeschoss: Appartement der Fürstin, Obergeschoss: Appartement der Königin) und die Westseite aber die der Herren ist (Erdgeschoss: Appartement des Fürsten, Obergeschoss: Hoheitliches Appartement). Als Raum für die gemeinsame Nutzung, der auch die gesellschaftliche Hierarchie zeigt, dienen die innen befindliche Prunktreppe (Ostseite) und die Kapelle (Westseite). Außer den 4 Prunkgemächern muss man noch erwähnen, dass man über die bei der Kapelle befindliche Wendeltreppe in die reich bemalte sog. Privatgemächer des Fürsten gelangen konnte und das Eckzimmer im Erdgeschoss, dass nach der kleinen Treppe hin liegt, diente dem hohen Adligen als Privatbibliothek.

Die Krone des zentralen Teils – die riesengroß angelegte Fläche der Belvedere (italienisch, bedeutet so viel wie: „schöne Aussicht“) – erstreckt sich über dem Prunksaal und dem Musiksaal des Obergeschosses. (Seine teilweise erschlossenen Wandbilder lassen vermuten, dass sie einst laubenartig, reich mit Pflanzenornamenten bemalt war.) Von ihren Fenstern aus erstreckt sich vorm Auge des Betrachters das Parksystem, das sich immer noch seine barocke Struktur bewahrt, mit seiner Dreierallee und der Ost-West-Achse, mit den Baumreihen. Im Westflügel des zweigeschossigen, U- bzw. Hufenform aufweisenden Hauptgebäudes reihten sich einst die Appartements der Familien aneinander, die mit den Esterházys verwandt waren (Weissenwolfs, Stahrembergs, Grassalkovichs usw.). Aber verbunden mit einer Reihe von Räumen im Erdgeschoss, die bis zum Haupteingang reichten (Westhufeisen), haben hier die verschiedenen Fürstensammlungen ihren Platz erhalten (z.B. die Bibliothek und die Porzellansammlung) und außerdem waren hier auch einige Dienerzimmer untergebracht. Der sich aus diesem Flügel in Richtung Westen ziehende lange Raum, mit großer Innenhöhe war die Gemäldegalerie, in der sich die Anzahl der Kunstwerke (laut Chronik) auf ca. 350 belaufen konnte. In der Blütezeit des Schlosses wurden im Obergeschoss des Ostflügels auch Gästegemächer eingerichtet – für diesen Bereich waren eher Räume typisch, die dem Fürstenhof dienten (Garderobe, Waffenlager usw.), aber im Erdgeschossbereich (Osthufeisen) befanden sich herkömmlicherweise die Versorgungsräume (Küche, Konditorei). Als Pendant der Gemäldegalerie entsprang hier, in Richtung Ostpark, ein Wintergarten, dessen Größe mit dem Galerieflügel übereinstimmt. Zum Hauptgebäude gehören noch unmittelbar die Grenadierhäuser, die vor dem Haupteingang auf der anderen Seite der Straße stehen, diese wurden für die fürstliche Leibgarde errichtet.

 

Besucherinformationen

Im Hinblick auf das Risiko von Coronavirus das Schloss Esterházy in Fertőd ist geschlossen. Diese außerordentliche Schließung ist gültig für alle Ausstellungen im Schloss bis Widerruf. 

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